Im Jahr 2024 verzeichnete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 172’717 neue Leprafälle in 188 Ländern – das sind mehr als 470 neue Fälle pro Tag. Darunter fast 9’400 Kinder – eine Zahl, die zeigt, dass die Übertragung weiterhin aktiv ist.
In diesem Zusammenhang stellt DOCHansen, die vom brasilianischen Partnerinstitut AAL entwickelte und von CIOMAL unterstützte Telemedizin-Plattform, ein konkretes Instrument dar, um Diagnoseverzögerungen zu verringern und irreversible Behinderungen zu vermeiden.
DOCHansen: Telemedizin im Dienst des Kampfes gegen Lepra
Laut dem jüngsten WHO-Bericht (September 2025) ist die Zahl der Diagnosen zwischen 2023 und 2024 zwar um 5,5 % gesunken, doch Lepra bleibt eine vernachlässigte Krankheit. Einige Zahlen:
- 72 % des cas se concentrent en Asie du Sud-Est.
- Brasilien, Indien und Indonesien vereinen zusammen fast 80 % der weltweiten Neuerkrankungen.
- 5,3 % der Patientinnen und Patienten weisen bei der Diagnose bereits schwere Behinderungen auf – ein Zeichen für eine noch immer zu späte Erkennung.
- In Brasilien werden über 55 % dieser Fälle mit einer Behinderung des Grades 2 (GI2) diagnostiziert, was eine Einschränkung nicht nur der Sensibilität, sondern auch der Funktion von Gliedmaßen (Füßen, Händen oder Augen) bedeutet.
Warum bleibt die Lepra-Diagnose eine große Herausforderung?
- Lepra ist eine langsam fortschreitende Krankheit, deren erste Anzeichen erst Jahre nach der Infektion auftreten können – die Inkubationszeit kann bis zu zehn Jahre betragen.
- Diese Langsamkeit erschwert die Diagnose und erklärt, warum die offiziellen Statistiken die tatsächliche Zahl der Betroffenen oft unterschätzen.
- Hausärztinnen und Hausärzte begegnen in ihrer gesamten Laufbahn manchmal nur ein oder zwei Fällen, und Lepra-Spezialisten werden immer seltener und konzentrieren sich auf große urbane Zentren.
- Das Ergebnis: In vielen abgelegenen Regionen erfolgt die Diagnose zu spät, wenn bereits irreversible Nerven- und Körperläsionen eingetreten sind.
Ein innovatives Instrument für schnelleres Handeln mit sichtbaren Ergebnissen
Angesichts dieser Realität bietet DOCHansen eine konkrete Lösung: Hausärztinnen und Hausärzte in abgelegenen Regionen werden über eine kostenlose und sichere digitale Plattform mit Lepra-Spezialistinnen und -Spezialisten vernetzt.
Seit dem offiziellen Start im Jahr 2023 hat die Plattform bereits mehr als 288 Konsultationen unterstützt und rund 335 Gesundheitsfachpersonen in der Früherkennung von Lepra geschult.
Dieses einzigartige Projekt deckt einen echten Bedarf im Feld ab. In Brasilien ist die Plattform von den Gesundheitsbehörden anerkannt, was einen professionellen und nachhaltigen Rahmen gewährleistet.
Die Ärztinnen und Ärzte können ihre klinischen Fälle registrieren und innerhalb von weniger als 72 Stunden eine fachärztliche Beurteilung erhalten, was eine schnelle und zuverlässige Diagnose ermöglicht.
Der Beitritt zur Plattform DOCHansen ist für alle Ärztinnen, Ärzte und Gesundheitsfachkräfte kostenlos.
Eine internationale Ausweitung
Mit der Unterstützung der CIOMAL-Stiftung, des Instituts AAL und dank der großzügigen Hilfe eines außergewöhnlichen Spenders steht die DOCHansen-Plattform kurz davor, ins Spanische und Englische übersetzt zu werden. Dadurch kann sie sich auf Lateinamerika und Afrika ausdehnen, insbesondere auf Argentinien, Kolumbien, Paraguay, Uruguay, Angola und Guinea-Bissau.
Diese internationale Erweiterung ist vor allem ein menschliches und gemeinschaftliches Abenteuer. Sie vereint Ärztinnen und Ärzte, öffentliche und private Institutionen, Patientinnen und Patienten sowie das Netzwerk des Malteserordens um ein gemeinsames Ziel: jedem Betroffenen, egal wo er lebt, einen schnellen Zugang zu Diagnose und angemessener Behandlung zu ermöglichen.
So trägt DOCHansen dazu bei, ein weltweites Netzwerk von Fachwissen aufzubauen und die medizinische Versorgung den verletzlichsten und isoliertesten Bevölkerungsgruppen näherzubringen.
Dieses Projekt zeigt, dass eine relativ bescheidene Investition auf zwei Kontinenten eine große Wirkung haben kann. Dank Ihrer Unterstützung wird diese innovative Lösung Realität und ermöglicht einen gerechteren und leichteren Zugang zu Pflege für diejenigen, die sie am dringendsten benötigen.
YEI MAO
LANG OI
PICH NHEOB
I ACT TODAY
Every child deserves to receive a quality education, regardless of their family situation. Unfortunately, families affected by leprosy often face financial difficulties and are often unable to finance their children’s education. This is why the CIOMAL Foundation strives to fund the educational needs of children whose families are affected by the disease. With your help, we can give the new generation hope for a better future through education.